80 Jahre Basel-Mulhouse – 80 Jahre «Miracle de Blotzheim»

16.05.2026             

(EAP/RK) Nach schon früheren Vorgesprächen entstand wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf französischem Boden in nur wenigen Wochen eine erste provisorische Piste aus aneinandergefügten Stahlblechen.

Bereits am 15. April 1946 überraschte der Flughafendirektor Charles Koepke in der De Havilland Leopard Moth HB-ABA der Aviatik beider Basel mit einem kurzen Flug vom Sternenfeld auf die neue Piste bei Blotzheim. Am 2. Mai 1946 landete mit Douglas DC-3 HB-IRA der Swissair aus London der erste kommerzielle Flugzeug auf dem provisorischen Flugfeld. Wenige Tage später, am 8. Mai 1946, wurde der Flugplatz offiziell eingeweiht.

Die Idee war damals ebenso pragmatisch wie visionär: eine gemeinsame Flughafeninfrastruktur für die Region zu schaffen und Kräfte über die Grenzen hinweg zu bündeln.
 


Der Flugplatz Basel-Mulhouse wurde rasch auch international wichtig, nicht zuletzt als Ausweichplatz für die hart konkurrierenden Flughäfen Zürich-Kloten und Genf-Contrin, die nicht selten von längeren Nebelperioden lahmgelegt wurden.

Ab Beginn als Provisorium ausgelegt – das allerdings aufgrund von negativen Volksentscheiden noch bis 1970 andauern sollte – wurde der weitere Ausbau von Basel-Mulhouse geplant. 

Mit der französisch-schweizerischen Staatsvertragslösung von 1949 wurde ein robuster und nachhaltiger Rahmen geschaffen, der bis heute Bestand hat. Der Flughafen, seit 1986 EuroAirport genannt, entwickelte sich zu einem einzigartigen Modell bi- und trinationaler Zusammenarbeit sowie zu einem wichtigen Motor für Mobilität, Wirtschaft und Beschäftigung am Oberrhein.

 


Mehrere Ausbauschritte folgten seit der 1970 erfolgten Inbetriebnahme des neuen «Flughofes», und die Hauptpiste wurde in zwei Schritten auf 3'900 Meter Länge bei 60 Meter Breite verlängert. Mit dem «Y-Dock» und der Crossair-Lounge wurde eine adäquate Infrastruktur für das damalige Eurocross erstellt, und rund um das 1970er Terminal wurde später das aktuelle Gebäude errichtet.
 

Nach dem Niedergang der Swissair und dem Aufbau der Swiss International Air Lines auf der Basis der Crossair wurde die Infrastruktur immer wieder an die sich rasch verändernden Bedürfnisse angepasst. Mit der Basis von easyJet Switzerland und dem Markteintritt von Wizz Air veränderten sich die Abläufe einmal mehr, bei gleichzeitigem Verschwinden der früheren «Charterflüge» und «Charterketten».
 


Das 80-jährige Bestehen fällt nun in eine wichtige Phase der Weiterentwicklung des Flughafens. Mit einem mehrjährigen Investitionsprogramm von über 600 Millionen Euro schafft der EuroAirport die Grundlage für die weitere Modernisierung seiner Infrastruktur und für eine langfristige Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Zu den ersten Elementen dieses Investitionsprogramms zählt die soeben erfolgte Sanierung des mittleren, ursprünglichen Teils der Hauptpiste.

(Mit Klick auf ein Bild können Sie zu den Bildern und weiteren Informationen über die erste Zeit des Flughafens wechseln. Noch viel mehr zur Geschichte des EuroAirport erfahren Sie in der Galerie Flughafen und Infrastruktur.)